Französischer Nationalfeiertag an der
Carl-Theodor-Schule

EIN HAUCH NATIONALSTOLZ
DER GRANDE NATION

Der Klang militärischen Fanfaren und der Duft frischgebackener Crêpes zogen vergangenen Donnerstag durch die Gänge der Carl-Theodor-Schule. Was auf den ersten Blick nicht so recht zusammenpassen mag, war natürlich einem besonderen Ereignis geschuldet: Am 14. Juli 1789 stürmten wütende Bürger in Paris die Bastille, befreiten die Gefangenen des Königs und traten damit die französische Revolution los, deren Werte die westliche Welt bis heute prägen. Genau ein Jahr später sollten beim Föderationsfest die verschiedenen Landesteile geeint werden, wozu die Armeen nach Paris eingeladen wurden. An dieses Ereignis erinnern unsere Nachbarn jedes Jahr am 14. Juli mit Feuerwerk und einer Militärparade auf den Champs-Elysées. Dieses Jahr feierten auch die Französischschülerinnen und -schüler der 9. Klassen der Carl-Theodor-Schule mit. Im Live-Stream verfolgten sie die Feierlichkeiten in Paris und ließen mit frisch zubereiteten Crêpes zugleich ein Stück französisches Savoir-vivre in ihre Klassenzimmer einziehen. „Uns war vor allem der landeskundliche Aspekt wichtig“, erklärte Französischlehrerin Barbara Bethke, die das Event zusammen mit ihrem Kollegen Clemens Meyer vorbereitet hatte. Zu diesem Zweck hatten sich beide Gruppen zuerst mittels eines Videos mit der Gestaltung der Feierlichkeiten, ihrem Stellenwert in der französischen Gesellschaft, aber auch den Kontroversen einer großen Militärparade auseinandergesetzt. Auch den historischen Hintergrund, der den Schülerinnen und Schülern zum Teil aus dem Geschichtsunterricht vertraut gewesen sei, habe man in den vorausgehenden Stunden mit einem historisierenden Comic und kurzen französischen Texten wiederholt, ergänzte Meyer. Der Unterricht habe richtig Spaß gemacht und man habe einiges über Frankreich und seine Traditionen gelernt, zogen die sichtlich zufriedenen Schülerinnen und Schüler Bilanz.