Gegen das Vergessen

Am Dienstag, den 30.06.2026, besuchte die Klasse WG 10/3 die Ausstellung „Gegen das Vergessen“ auf dem Schulhof der Kurt-Waibel-Schule in Schwetzingen.

 Ziel der Ausstellung war es, an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern und die Geschichten der Überlebenden für kommende Generationen zu bewahren. Auf dem Schulhof wurden großformatige Porträts von Holocaust-Überlebenden ausgestellt. Die Fotografien stammen von Luigi Toscano, der für sein Engagement in der Erinnerungskultur 2021 zum UNESCO Artist for Peace berufen und mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

 Vor Ort erfolgte führten uns Schülerinnen und Schüler der Kurt-Waibel-Schule führten über den Schulhof durch die Ausstellung. An jedem Porträt wurde die Lebensgeschichte der jeweils abgebildeten Person vorgestellt und es wurde deutlich, wie intensiv sich die Präsentierenden mit den Schicksalen der Überlebenden auseinandergesetzt hatten.

 Besonders beeindruckend wirkten die Porträts der Überlebenden. In ihren Gesichtern schienen die Erfahrungen und das erlebte Leid sichtbar zu werden. Die Ausstellung regte zum Nachdenken an: Wie konnten Menschen anderen Menschen so viel Leid zufügen? Und wie können wir verhindern, dass sich solche Verbrechen jemals wiederholen? Mit „Gegen das Vergessen“ wird der Geschichte ein Gesicht gegeben. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass uns als Menschen weit mehr verbindet als trennt.

 Ein besonders bewegendes Beispiel war die Geschichte von Margot Friedländer. Sie wurde 1921 in Berlin geboren und verlor während der Zeit des Nationalsozialismus ihre Eltern und ihren Bruder. Sie musste sich lange verstecken, wurde später nach Theresienstadt deportiert und überlebte den Holocaust. Nach dem Krieg wanderte sie in die USA aus. Ihr Lebensweg zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, die Erinnerungen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben.

 Zum Abschluss der Ausstellung hatten wir die Möglichkeit, ihre Gedanken, Wünsche und Eindrücke auf kleine Zettel zu schreiben und diese an einem vorbereiteten Gitter zu befestigen. Dadurch entstand ein gemeinsames Zeichen des Erinnerns und der Hoffnung.

 Die Ausstellung machte eindrucksvoll deutlich, warum das Erinnern an den Holocaust auch heute noch von großer Bedeutung ist. Gerade für junge Menschen ist es wichtig, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen, um die Werte von Demokratie, Respekt und Menschlichkeit zu stärken und jeder Form von Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung entgegenzutreten. Die unterschiedlichen Lebensgeschichten der Überlebenden machten die historischen Ereignisse besonders greifbar und zeigten, wie wertvoll Frieden und gegenseitiger Respekt sind.

 Insgesamt war der Besuch der Ausstellung eine bereichernde und lehrreiche Erfahrung für uns. Die eindrucksvollen Porträts und bewegenden Lebensgeschichten hinterließen einen bleibenden Eindruck und verdeutlichten, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten.

 

Frieda Stiefel / WG 10/3

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