„Respekt ist kein Extra“ – Austausch auf Augenhöhe an der Carl-Theodor-Schule
Unter dem Titel „Respekt ist kein Extra“ diskutierte die Schulpatin Florence Brokowski-Shekete am Freitagnachmittag mit zwei Klassen der Carl-Theodor-Schule über Diskriminierung, Respekt und ein wertschätzendes Miteinander.
Den Einstieg bildete eine Passage aus ihrem kürzlich erschienenen Hörbuch zum Spiegel-Bestseller „Mist, die versteht mich ja!“. Anschließend beantworteten die Schülerinnen und Schüler über Mentimeter anonym Fragen – unter anderem dazu, welche Formen von Diskriminierung ihnen im Schulalltag begegnen und was sie sich von ihrer Schule im Umgang damit wünschen. Die Auswertung mündete in einen offenen und lebendigen Austausch über die Ergebnisse und weitere Anliegen der Jugendlichen.

Eine Frage des Schulsprechers Tim lautete, warum es so wenige Lehrkräfte mit sichtbarem Migrationshintergrund gebe – im Gegensatz zur Schülerschaft, die ein deutlich vielfältigeres Bild zeige. Dass diese Wahrnehmung den Tatsachen entspricht, wurde durch eine Statistik des Statistischen Bundesamtes von 2025 belegt.

„Es fehlt an sichtbaren Vorbildern, die junge Menschen ermutigen, selbst den Lehrerberuf zu ergreifen“, sagte Florence Brokowski-Shekete. Nach ihrem Pädagogikstudium wurde sie zunächst Lehrerin, später Schulleiterin und ist heute Schulamtsdirektorin. Ihren Weg ging sie mit Beharrlichkeit und Resilienz – häufig begleitet von Sätzen wie: „So jemanden wie Sie hatten wir hier noch nie.“ Die Botschaft an die Jugendlichen war klar: dem eigenen Herzen zu folgen und sich von Vorurteilen nicht entmutigen zu lassen. Ihre Hoffnung: künftig viele qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer, auch mit sichtbarem Migrationshintergrund, an unseren Schulen begrüßen zu dürfen.
Souverän moderierte Schulsprecher Tim die Veranstaltung. Initiiert und organisiert wurde sie von Hogir Gecer und Linda Deinzer-Schlegel, die mit der regelmäßigen Einladung von Florence Brokowski-Shekete ein starkes Zeichen für Dialog, Vielfalt und gegenseitigen Respekt setzen. (NH)
