Internationale Begegnung bei der Partnerschule in Ferney-Voltaire
Jugendliche tauschen sich aus und diskutieren über globale Probleme der Arbeitswelt

Die Schwetzinger Delegation bei der Schülerbegegnung mit dem Lycée International de Ferney-Voltaire: Lehrerin Edith Sontheimer (v. l.), Jonathan Arend, Hayrunnisa Atac, Lisa Ballreich, Leonie Blankenburg, Jana Böckmann, Jonas Christen, Deniz Döver, Julien Mougenot und Esma Salkic. Foto: Schwegler
„Wir mussten aus unserer Komfortzone heraustreten, in einer Fremdsprache unsere Ansichten vertreten und diskutieren. Außerdem haben wir gelernt, vor anderen Menschen zu sprechen. Und wir hatten die Möglichkeit, uns mit Schülern aus unterschiedlichsten Ländern auszutauschen und zu vernetzen. Auch nahmen wir an einem Abendessen mit der Pressesprecherin der deutschen Botschafterin in Genf teil und konnten uns mit ihr auszutauschen“, so fassen Lisa, Leonie und Esma ihre Erfahrungen auf der Rückfahrt von Ferney-Voltaire zusammen.
Neun Schülerinnen und Schüler der Carl-Theodor-Schule sowie ihre Lehrerinnen starteten das Jahr 2025 mit einer besonderen internationalen Erfahrung. Sie nahmen Anfang Januar 2025 an einer Schülerbegegnung des Lycée International de Ferney-Voltaire (Frankreich), der französischen Partnerschule der Carl-Theodor-Schule, teil.
An vier Begegnungstagen diskutierten die Schüler über Standards für soziale Gerechtigkeit, Fragen der Arbeitsmigration, Arbeits- und Streikrechte, die Aus-wirkungen künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt und nicht zuletzt über Fragen des Umweltschutzes. Nach dem Modell der ILO, der internationalen Arbeits-organisation, wurden Gruppen eingeteilt. Die ILO arbeitet nach einem dreigliedrigen Modell: Vertreter der Gewerkschaften, der Arbeitgeber sowie der Regierungen sind zu gleichen Teilen vertreten.
Zwei Schülerinnen aus Schwetzingen durften in der einer Jugendversammlung die Probleme der jungen Generation in ihren jeweiligen Heimatländern erörtern und gemeinsam mit anderen jungen Menschen Lösungsvorschläge erarbeiten. Die junge Generation wird von vielfältigen Veränderungen in der Arbeitswelt betroffen sein. Dies war das Thema des diesjährigen internationalen Schüleraustausches. Die Solidarität zwischen den Nationen als wichtiges Instrument zur Bewältigung globaler Herausforderungen wurde deutlich hervorgehoben. Adrienne Husny, Schülerin des Lycee Ferney Voltaire, betonte die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit.
Auf diese thematisch anspruchsvollen Aufgaben wurden sie inhaltlich und rhetorisch im Unterricht und in einer Arbeitsgemeinschaft an der Carl-Theodor-Schule vorbereitet. „Diese Gruppe hat viel gelernt und internationale Kontakte geknüpft“, stimmten die betreuenden Lehrerinnen der CTS, Edith Sontheimer und Kerstin Schwegler, dem positiven Feedback der Schüler zu.
Neben einer Stadtführung in Genf stand auch die Besichtigung des Büros der vereinten Nationen (UNO) sowie der ILO, der internationalen Arbeitsorganisation, auf dem Programm. Der berühmet Saal der Menschenrechte mit seiner vom spanischen Künstler Miquel Barceló entworfenen Decke „Sixtinische Kapelle“ hat es auch den Schwetzinger Schülern angetan. Die Wellen, die wie Stalaktiten von der Decke hängen, erinnern an eine große Tropfsteinhöhle.
Saal der Menschenrechte (UNO), Foto: Sontheimer
Gruppe im „Corridor of Flags“ (ILO), Foto: Sontheimer
Alle freuten sich auch auf den Besuch der Gruppe aus Martinique, die am Tag nach der Schülerbegegnung nach Mannheim reiste. In der darauffolgenden Woche arbeiteten dann diese Schüler gemeinsam mit der deutschen Gruppe an einem Projekt und lernten die Schule in Schwetzingen kennen. „Dadurch können wir für die Zukunft ein weiteres internationales Austauschprojekt an der CTS etablieren,“ freuten sich alle Beteiligten auf der Rückreise.
