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Soziales Engagement erfreulich hoch im Kurs

Schüler der Carl-Theodor-Schule entzünden ein Lichtermeer als Zeichen gegen Gewalt

Was die aktuelle Shell-Studie über die Jugend Deutschlands erhoben hat, zeigt sich an der Carl-Theodor-Schule Schwetzingen in der Praxis: Schülern ist das Engagement für moralische Werte und soziale Angelegenheiten ein ernstgemeintes Bedürfnis. So hatten sich dieses Jahr nicht nur die Schüler der FairSreiter-Gruppe für die Aktion Lichtermeer eingesetzt, sondern auch zahlreiche Ethik-Kurse über viele Klassen und Jahrgänge hinweg an der Organisation der Kerzenentzündung mitgewirkt.

Lichtermeer 2010

Lichtermeer 2010

Für einen Euro konnten Schüler wie Lehrer seit Anfang Dezember eine Kerze zusammen mit einem Wunschzettel erwerben. Krönender Abschluss war dann am gestrigen Morgen die Entzündung der verkauften Kerzen auf dem Schulhof. Früher als sonst waren hierzu zahlreiche Schüler der Klasse 8/2 des Wirtschaftsgymnasiums erschienen, um in aller Dunkelheit mit einer Mischung aus Andacht und Spaß das gemeinsame Zeichen gegen Gewalt zu setzten. „Es soll andere Schulen und Leute bewegen, selbst was zu tun“, erklärt Schüler Nico van Göns die Zielstellung des Zeichens. Eine sinnvolle Verwendung des eingenommenen Erlöses, scheint den Schülern dabei enorm wichtig. Lehrerin Nicola Höfs, die die Aktion federführend betreut, zieht erfreut Bilanz: „335 verkaufte Kerzen und außerdem 50 Euro reine Spenden, da können wir dem Kinderhospiz
Sterntaler
Link öffnet in einem neuen Fenster oder Tab diesmal sogar 250 Euro überreichen.“

Wie umfassend an der Schule bei solchen Aktionen mitgeholfen wird, zeigt nicht nur die breite Beteiligung vieler Schülergruppen an der Organisation und die Spendenbereitschaft zahlreicher Lehrer. Auch Praktikanten, die im Rahmen ihrer universitären Lehrerausbildung die Schule besuchen, um Einblicke in die Praxis zu erhalten, waren beim Verkauf und Aufhängen der Wunschzettel beteiligt. Praktikantin Karen Holst erklärt, dass vereinzelt zwar auch nicht ganz ernstgemeinte Wünsche wie „keine Hausaufgaben mehr“ genannt worden seien, Anliegen wie Weltfrieden, Gerechtigkeit und Umweltschutz jedoch auf der Hitliste der Wünsche ganz oben stünden. Erst an zweiter Stelle verbuchen die Schüler bei der Aktion ihre ganz persönlichen Wünsche wie Gesundheit für die Familie, eigene Zufriedenheit oder Glück.

„Viele Wünsche betreffen auch den eigenen Erfolg, gute Noten oder einen späteren Beruf mit guten Verdienstmöglichkeiten“, stellt Praktikant Florian Pusch etwas erstaunt fest. Auch damit scheinen die Schüler der Carl-Theodor-Schule aber voll im Trend der Jugendstudie zu liegen: Neben sozialen Themen wird den jungen Erwachsenen offensichtlich auch das Streben nach Leistung wieder wichtiger.