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Kooperationsvertrag mit dem Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma geschlossen

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags

Schulleiterin Renate Mayer und der Vorsitzende des Dokumentationszentrums Romani Rose bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags

Im Jahr 2004 begann die Kooperation zwischen der Carl-Theodor-Schule und dem Dokumentationszentrum mit dem Besuch von Workshops zur Ausstellung „Opfer rechter Gewalt“ und der Beteiligung von Schülern der 8. Klassen an dem Plakatwettbewerb „Miteinander gegen Rassismus – Miteinander gegen Rechts“. Eine Jury wählte unter etwa 80 Wettbewerbsplakaten drei Preisträger aus, darunter auch den Beitrag der Carl-Theodor-Schule. Als Auszeichnung wurden die Schüler zu einer Reise nach Berlin eingeladen. Höhepunkt war der Besuch der Gedenkfeier zur Erinnerung an den Aufstand der Sinti und Roma im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, gemeinsam mit dem damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau.

Auf diese Zusammenarbeit sollten in den folgenden Jahren viele weitere folgen. Der am 19. November 2010 unterzeichnete Kooperationsvertrag Link öffnet in einem neuen Fenster oder Tab ist nun einerseits eine Auszeichnung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit, andererseits aber auch der Ausdruck der Bestrebungen, die Kooperation zukünftig weiter auszubauen. Gemeinsam wollen beide Partner auch in Zukunft Zusammenhänge aus Geschichte, Gegenwart und Politik aufarbeiten und damit den Schülern ermöglichen, eigene politische Verantwortung in der Gesellschaft zu erkennen, zu diskutieren und zu entwickeln.


Stationen auf dem Weg vom ersten Projekt bis zum heutigen Kooperationsvertrag waren:

Schuljahr 2005/2006

Schüler eines Seminarkurses arbeiten mit Unterstützung des Dokumentationszentrums Geschichte der Stadt Heidelberg während der NS-Zeit auf.

Fünf Schüler arbeiten im Rahmen des Projekts „Erinnern für die Zukunft – Sinti und Roma im Konzentrationslager Natzweiler“ an einer besonders auf jugendliche Besucher zugeschnittenen Publikation für die KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof mit.

Schuljahr 2007/2008

Der niederländische Blumenkünstler Sinto Zoni Weisz spricht in der Carl-Theodor-Schule als Zeitzeuge über seine persönliche Geschichte. Die Erzählungen über den Verlust seiner gesamten achtköpfigen Familie bewegen Schüler und Lehrer sehr.
 

Schuljahr 2009/2010

18 Schülerinnen und Schüler nehmen an einer vom Dokumentationszentrum organisierten Exkursion zum ehemaligen Konzentrationslager Dachau teil und informieren sich dort über die Geschichte des Lagers und seiner Häftlinge.

Schuljahr 2010/2011

Schüler der Carl-Theodor-Schule erproben ein neues pädagogisches Angebot des Dokumentationszentrums mit dem Titel „Gleich = Verschieden – Lebenswelten junger Sinti und Roma“. Präventiv sollen die Schüler hier für Vorurteile, Stereotypen sowie Anzeichen von Rassismus und Diskriminierung sensibilisiert werden.

Zwei Ethik-Kurse arbeiten am Projekt „Leben als Minderheit zwischen Integration und Ausgrenzung am Beispiel der Sinti und Roma - Europas größter Minderheit". Grundlage für die Arbeit bildet ein Expertengespräch der Schüler mit dem Leiter des Referats Dokumentation, Silvio Peritore.