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Schule und Wirtschaft stärken ihre Zusammenarbeit

Kooperationsvereinbarung zwischen Carl-Theodor-Schule und Real

Letzten Donnerstag wurde zwischen der Carl-Theodor-Schule in Schwetzingen und Real-Süd Link öffnet in einem neuen Fenster oder Tab ein Kooperationsvertrag geschlossen. Die beiden Vertragspartner besiegeln damit den Wunsch nach einer intensiven und langfristigen Zusammenarbeit. Das gemeinsame Ziel heißt: Die Ausbildungsqualität steigern und Schüler möglichst gut auf den späteren Berufsalltag vorbereiten. Näher kommen will man dem Ziel unter anderem durch Praktika, Betriebserkundungen und Expertenvorträge. Für mehr Realitätsnähe im Unterricht sollen außerdem gemeinsam geplante Lerneinheiten und berufspraktische Unterstützung für Lehrkräfte sorgen. Als nächste Aktivität ist bereits eine Schulung zur Verkaufsraumgestaltung im ersten Ausbildungsjahr der Einzelhandelskaufleute angedacht.

Unterzeichnung Kooperationsvertrag mit real,-
von links nach rechts: Fr. Wacker und Herr Gentner (beide Real Hockenheim), Fr. Mayer und Fr. Bundschuh

Die Teilnahme an der Jobbörse im März beschreibt Susanne Schneider aus der Personalentwicklung von Real-Süd als vollen Erfolg: „Klare Ziele und Erwartungen der Schüler erleichtern den Berufseinstieg erheblich. Das ist natürlich nicht nur für den einzelnen Berufseinsteiger ein Vorteil, sondern auch für das jeweilige Ausbildungsunternehmen“. Um die Erwartungen der Schüler noch stärker an die Realität anzugleichen, sollen Auszubildende des Unternehmens künftig Schülern der CTS aus ihrer eigenen Situation berichten. 

Auch das Bewerbertraining vom November letzten Jahres möchte man unbedingt in den Katalog der regelmäßigen Aktivitäten aufnehmen, da sich zahlreiche Schüler dankbar über das Beratungsangebot gezeigt hatten. Ursula Wacker, Personalrätin und Ausbildungsleiterin von Real in Hockenheim, nimmt zu den Zielen des Unternehmens klar Stellung: „In erster Linie geht es uns darum, einen Beitrag zu guter berufspraktischer Bildung in unserer Region zu leisten. Selbstverständlich freuen wir uns aber auch, wenn wir dabei Einblick in den Bildungsstand der einzelnen Schularten gewinnen oder sogar den ein oder anderen interessanten künftigen Bewerber kennen lernen.“

Die Zusammenarbeit zwischen Real und der Carl-Theodor-Schule entstand im Jahr 2008 über eine Initiative der Metro Group. Bei einer Veranstaltung in Mannheim hatte der Mutterkonzern unter dem Motto „Metro macht Schule“ Möglichkeiten für Schulpartnerschaften aufgezeigt. Frau Bundschuh, Abteilungsleiterin der Kaufmännischen Berufsschule der CTS, hatte damals sofort die Chance ergriffen und entsprechendes Interesse bekundet. „Wir kooperieren mit den abnehmenden und abgebenden Institutionen, um die Chancen in Schule und Beruf zu optimieren.“, zitiert sie den einen der Leitgedanken des 2009 entwickelten Leitbildes. „Ich freue mich sehr, dass wir mit der Kooperation zeigen können, dass unsere Schule ihr Leitbild tatsächlich mit Leben füllt.“, berichtet sie freudestrahlend, als sie den Vertrag unterzeichnet. Dieser wird nun an die IHK und das Kultusministerium weitergeleitet, denn er fällt unter eine Vereinbarung über den Ausbau von Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen, die 2008 zwischen der Landesregierung Baden-Württembergs und den Verbänden und Kammern der Wirtschaft getroffen wurde.