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Schüler der Carl-Theodor-Schule erreichen Finalrunde beim Wettbewerb „Zukunft denken“

Ein Schülerteam der Eingangsklasse des Wirtschaftsgymnasiums der Carl-Theodor-Schule erreicht die Finalrunde des Focus-Schülerwettbewerbs Wir2020 - Zukunft denken Link öffnet in einem neuen Fenster oder Tab. An diesem bundesweiten Wettbewerb nehmen jedes Jahr mehrere tausend Schüler teil. Die verschiedenen Teilnehmergruppen beschäftigen sich mit Zukunftsfragen, zu denen sie innovative Lösungsansätze entwickeln sollen.

Olav Gutting im Gespräch mit Schülern der Jahrgangsstufe 2
Schülerteam "Zukunft denken"

Das Team der Carl-Theodor-Schule erarbeitete für den Wettbewerb ein Unternehmenskonzept, das dem demographischen Wandel Rechnung tragen soll. Das Team nimmt unter dem Namen GVB 2020 (Generation Vermittlung Beratung 2020) am Wettbewerb teil und hat sich zum Ziel gesteckt, einen Beratungsservice für den Einzelhandel zu entwickeln. Im Detail geht es darum, den Geschäften zu helfen eine ältere Kundengeneration, die so genannten „Best Ager“ zu erschließen. „Die Generation 60+ wird als Zielgruppe oft völlig ignoriert, obwohl sie deutschlandweit ein Marktpotenzial von etwa 300 Milliarden Euro hat – Da muss man doch etwas machen.“, stellt Schüler David Kristen begeistert die Geschäftsidee vor. Der Beratungsservice soll Einzelhandelsgeschäften aufzeigen, wie man Best Ager als Kunden gewinnen und halten kann, selbst dann, wenn körperliche Einschränkungen die Einkaufslust der Generation bremsen.

Um aus der ersten Idee ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, mobilisierte der betreuende Lehrer Thomas Speck zahlreiche außerschulische Partner zur themenbezogenen Qualifizierung der Schüler. Zu Beginn verschafften sich die Teilnehmer so beim Netzwerk Alternsforschung in Heidelberg einen Einblick in die körperlichen und psychologischen Aspekte des Alterns. Darüber hinaus sind die Schüler in den kommenden Tagen beim „Research Institute for the Economics of Aging“ an der Universität Mannheim eingeladen, wo die wirtschaftlichen Auswirkungen des demographischen Wandels auch für die Metropolregion Rhein-Neckar erforscht werden.

„Ich freue mich über den großen Anklang“, so Thomas Speck, der berichtet, dass der Einzelhandelsverband Nordbaden in Mannheim bereits seine Unterstützung zugesagt habe. Über diesen Kontakt hoffen die Jugendlichen einen großen Mannheimer Einzelhändler zu finden, der sich zu einer Testberatung bereiterklärt. Auch beim Verein „Mannheimer Junge Alte“ habe man bereits begeisterte Freiwillige gefunden, die sich als Testeinkäufer zur Verfügung stellen. Selbst über die Zertifizierung der Geschäfte nach erfolgreichem Abschluss eines Tests mit dem Zertifikat „Best Ager – Plus Beratung“ haben sich die Schüler schon Gedanken gemacht. Krönender Abschluss soll ein Werbevideo für die Zertifizierung werden, das die Schüler zusammen mit der Deutschlehrerin Nora Rapp erstellen wollen.

Alle Informationen zum Projekt und dessen Fortschritt haben die Schüler auf der Internetseite www.gvb2020.de Link öffnet in einem neuen Fenster oder Tab für Interessierte zusammengestellt. Auch Schulleiterin Renate Mayer hat sich dort schon umgesehen. Im Gästebuch hinterlässt sie anerkennend den Aufruf: „Weiter so!“.