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Wie ein Esel auf einer Brücke dem Gehirn helfen kann

Gedächtnistrainer Gregor Staub zeigt an der Carl-Theodor-Schule wie Lernen Spaß macht

Am Dienstag, den 19. Januar hatte die Carl-Theodor-Schule Infotainment der besonderen Art zu bieten. Gregor Staub, der als Gedächtnistrainer aus mehr als 2500 Vorträgen sowie zahlreichen Zeitungs-, Radio und TV-Beiträgen bekannt ist, zeigte Schülern, Lehrern und der interessierten Öffentlichkeit, wie man sich Dinge leichter einprägen und länger behalten kann.

Bild des Lichtermeers im Schulhof der CTS
Gregor Staub mit seinem Programm "mega memory" in der Aula

Jeder hatte andere Erwartungen an die Vorstellung. Die meisten Schüler hofften sich Lernstoff besser einprägen zu können und Tipps für das freie Vortragen von Referaten zu erhalten. Lehrer wünschten sich ein besseres Namensgedächtnis und Eltern kamen, um sich künftig das Schreiben von Einkaufslisten ersparen oder Argumente für Meetings besser merken zu können. Gleich welche Gründe die Teilnehmer zu dem Vortrag führten, die Resonanz war bei fast allen gleich: Verblüffen über eine genial einfache Technik und Enthusiasmus aufgrund der charismatischen Darbietung. Lehrerin Uta Winter, die Staub eingeladen und die Veranstaltung maßgeblich organisiert hatte, kommentiert die Reaktion des Publikums erleichtert mit den Worten: "Seine positive Einstellung zum Lernen steckt einfach jeden an".

Die Methode des Schweitzer Betriebsökonoms leitet sich aus der altgriechischen MNEMO-Technik ab und basiert darauf, sperrige Inhalte mit Elementen zu verbinden, die sich das Gehirn leicht merken kann. Aus Vokabeln, Ministerien oder Hauptstädten werden so Bilder und Geschichten, die mühelos wieder abgerufen werden können. Ein wenig komisch erschienen die zusammenhangslosen Wortlisten und die skurrilen Geschichten den meisten Teilnehmern zunächst schon, doch der Erfolg der Technik, den jeder bei sich selbst erleben durfte, versetzte bald selbst die Skeptiker in Begeisterung. Mit den steigenden Anforderungen Staubs wuchs ihr Vertrauen in das eigene Gedächtnis. "Ich hätte nie geglaubt, dass ich mir so schnell zwanzig wahrlose Begriffe merken kann" berichtet Schülerin Johanna Sterkel, die ihre Eltern gleich nach der Schule zum Besuch der Abendveranstaltung drängt.

Schulleiterin Renate Mayer betont im Gespräch, wie wichtig es sei, Schülern in Zeiten des raschen Wissensverfalls Methoden an die Hand zu geben, die ihnen ein effektives Lernen ermöglichen. "Wenn das für unsere Schüler dann noch auf so unterhaltsame Weise geschieht, ist es für mich ein wahrer Grund zur Freude" merkt sie zufrieden an. Sieht man in die fröhlichen Gesichter der Teilnehmer, die auch nach der Vorstellung noch eifrig Merklisten aufsagen und ihr Gedächtnis gegenseitig testen, wird eines klar: Lernen macht tatsächlich Spaß.