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Pauker, Parcours und Pirouetten

Einmal im Jahr sind alle beim Sporttag der Carl-Theodor-Schule.

Etwas feucht, aber fröhlich war`s beim Sportfest der Carl-Theodor-Schule. Im Stadion des SV 98 Schwetzingen tummelten sich knapp 500 Schüler. „Hopp, hopp“, rufen die Schüler aufmunternd ihrem Klassenlehrer zu, der mit dem großen Thera-Ball versucht, ein Hindernis eng zu umkurven. Doch die Gravitationskräfte erweisen sich stärker als  der eiserne Wille standhaft zu bleiben und strecken den strauchelnden Studienrat bäuchlings auf der Rasenfläche nieder. Dem BWL-Lehrer, berufsmäßig mit Fallstudien bestens vertraut, gelingt noch ein gequältes Lächeln für die gezückten Schülerhandys. Die fachkundige Schülerschar zeigt sich von der künstlerischen Darbietung der Pauker-Pirouette beeindruckt und vergibt spontan Haltungsbestnoten. Schüler Lukas Klein genießt den schulfreien Tag und findet die Wettkämpfe super, „weil sie eine Gaudi sind und auch die Lehrer dabei sind.“

Bild von Schülern beim Sportfest
Schüler beim Crazy Dribbling.

Sechs verschiedene Stationen mussten die 26 Klassen durchlaufen. Dabei stand nicht nur die sportliche Leistung im Vordergrund. Es ging auch darum im Klassenverband  ungewöhnliche Bewegungs- und Koordinationsaufgaben zu meistern. Mal mussten die Schüler einen eng gesteckten Parcours durchsprinten, ein anderes Mal galt es, einen Medizinball rückwärts zu stoßen oder in der Pendelstaffel Stehvermögen zu zeigen. Bei einer weiteren Station erlebten die Schüler, wie schwierig es sein kann, einen  gefüllten Becher schnell und mit möglichst wenig Wasserverlust zu transportieren.

Als richtiger Renner entpuppte sich der Dauerbeschuss einer Torwand, an der jeweils die gesamte Klasse in einer bestimmten Zeit möglichst viele Tore erzielen sollte. Außerdem hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, Erfahrungen mit Sportarten zu machen, die im traditionellen Sportunterricht nicht angeboten werden: Speedminton, Frisbee, Boule und Beachvolleyball. Und für die Klassen des Berufskollegs, die an der Carl-Theodor-Schule keinen Sportunterricht haben, war die Frischluftkur eine willkommene Abwechslung. Als sportliche Kür gab es ganz zum Schluss noch Schulmeisterschaften über 100, 800 und 1000 Meter.

Genauso wichtig wie Sport und Spiel war das Kennenlernen untereinander. Schulleiterin Renate Mayer findet den Sporttag wichtig, „da er die Gemeinschaft fördert und die Teamfähigkeit innerhalb der Klasse schult.“ Einen geruhsamen Vormittag verlebte auch das Erste-Hilfe-Team. Lediglich zwei kleinere Blessuren lautet die Bilanz. Und nächstes Jahr, da sind sich Schüler und Lehrer einig, soll es den Sporttag wieder geben. Denn welcher Schüler, möchte nicht wenigstens einmal im Jahr seinen Lehrer in die Knie gehen sehen.