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Körpersprache als Spiegel der Seele

Körpersprachetrainer Norman Ruch als Referent an der Carl-Theodor-Schule Schwetzingen

Foto von Norman Ruch inmitten der Schüler der Kaufmännischen Berufsschule
Norman Ruch inmitten der Schüler der Kaufmännischen Berufsschule.

„Unsere Augen sind der Spiegel der Seele.“ Diese Vorstellung entbehrt im beruflichen Alltag jeder Romantik: Ein unbequemer Kunde, ein fehlendes Angebot, eine kurze Nacht, ein Streit mit dem Chef - wer will schon, dass sein Gegenüber ihm in die Seele blickt?

Aber unsere Mimik, Gestik, Körperhaltung und Stimme geben alles über uns Preis. Sie machen über 90% unserer Kommunikation aus.

Für den Arbeitsalltag ist es also wichtig zu wissen, welche Signale uns welche Informationen geben. Wer Körpersprache beherrscht, wird es im beruflichen Leben leichter haben, denn er wirkt positiver und überzeugender auf sein Gegenüber und kann ihn auch gleichzeitig besser einschätzen.
Das Fach Projekt- und Methodenkompetenz dient nun unter anderem auch dazu, die eigene Körpersprache zu trainieren. So werden Präsentationsmethoden erlernt und eingeübt, wozu im Besonderen der Aspekt der Körpersprache gehört.

Der Carl-Theodor-Schule Schwetzingen ist es gelungen, hier einen ganz besonderen Referenten einladen zu können: Norman Ruch, mittlerweile über die Region hinaus nicht nur als Pantomime, sondern auch als Körpersprachetrainer bekannt.

In seinem Workshop begrüßt er seine Teilnehmer mit einer Lebensweisheit von Paul Watzlawick: "Man kann nicht nicht kommunizieren"

Foto von Fr. Höfs, Hr. Ruch, Fr. Bundschuh und Fr. Maier-Kraut
vlnr: Fr. Höfs, Hr. Ruch, Fr. Bundschuh und Fr. Maier-Kraut

Seine Fortbildung ist nicht nur lehrreich, sondern auch Balsam für die Seele, wenn der leidenschaftliche Pantomime mit seinen nachgespielten Beispielen als Macho, Zicke, fahriger Lehrer, gelangweilter Verkäufer den Alltag parodiert, darf man wirklich Tränen lachen.

Danach wird es wieder ernst: Im Theorieteil vermittelt Ruch, wie man ansprechend präsentiert und durch einen praxisnahen Inhalt Spannung erzeugt.

Die Schüler erfahren, dass sie in jeder Kommunikation als Sender und Empfänger agieren. Die Erfolgsfaktoren Körpersprache und Stimme machen 93 Prozent und der Inhalt nur sieben Prozent eines Vortrages aus. Wer wusste schon, dass wir - laut Schulz von Thun - mit vier Ohren hören oder unser Körperverhalten auf Urinstinkten wie Flucht, Angriff und Tarnung basiert?

Der letzte Teil der Fortbildung ist das „To Do“: In einer eignen kleinen Präsentation wird das Erlernte eingeübt. Jeder Teilnehmer erhält ein konstruktives Feedback von Norman Ruch und eine Hausaufgabe für die Praxis.

Für jede Auszubildendengruppe, die Ruch erleben darf, ist es eine persönliche Bereicherung und ein Baustein in der beruflichen Ausbildung. Ein Wunsch bleibt immer offen: Eine weitere Fortbildung im nächsten Ausbildungsjahr!